Bundesnetzagentur weist Beschwerde seitens 1&1 zurück

Die Bundesnetzagentur weist die Beschwerde von Telekom-Konkurrent 1&1 zurück, die einen Wettbewerbsvorteil bei dem Produkt Magenta Zuhause Hybrid sahen. Bei dem Tarif werden DSL- und LTE-Datenströme gebündelt, um eine höhere Bandbreite anbieten zu können. Bisher ist die Telekom in Deutschland der einzige Anbieter einer solchen Technik

Das “hohe Innovationspotential” der Hybrid-Anschlüsse rechtfertige “entwicklungsbedingte Vorreitervorteile”, sagt die Bundesnetzagentur und schließt damit die Überprüfung des Hybrid-Tarifes ab. Der Konkurrent der Telekom 1&1 hatte Zugang zu einem Vorleistungsprodukt gefordert, um ihren Kunden den gleichen Umfang des Magenta Zuhause Hybrid-Tarifes anbieten zu können. Falls kein Zugang gewährt werden würde, solle die Bundesnetzagentur die Technologie durch ein Missbrauchsverfahren gleich ganz verbieten.

Jetzt hatte die Beschlusskammer 2 über die zu berücksichtigenden Belange, wie Wettbewerb, Innovation, Investition sowie Nutzerinteressen abgewogen und sieht derzeit keine Veranlassung für ein Missbrauchsverfahren oder gar einer Untersagung des Produktes. Zuvor wurden am 30. Oktober 2015 bereits Anträge auf Streitschlichtung als unbegründet abgelehnt. Die Bundesnetzagentur sieht in den nächsten 12 Monaten keine Marktverschließung bei der Hybrid-Technologie voraus, nimmt sich aber das Recht, jederzeit je nach Entwicklung des Marktes einzuschreiten.

Die Telekom hatte mit einer Vermarktung ihres Hybrid-Tarifes in Regionen mit niedrigen Festnetzbandbreiten begonnen. Durch den speziell von der Telekom vertriebenen Router kann bei ausgelasteten VDSL-Leitungen jederzeit LTE dazu geschaltet werden. Dadurch kann eine Verdoppelung der VDSL-Bandbreite erreicht werden, wobei es bei LTE bei freier Netzkapazität im Prinzip keine Volumenbegrenzung gibt.

Quelle: Heise

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